Weihnachten in Finnland
Alle die je ein Auslandssemester in Finnland verbringen werden, sollten wissen, dass es sehr still wird um die Weihnachtszeit herum. Fast alle Auslandsstudenten fahren heim zu ihren Familien und auch die finnischen Studenten verschwinden aus Jyväskylä. Innerhalb von wenigen Tagen leert sich die Stadt und man hat fast das Gefühl in einer "Geisterstadt" zu leben. Auch Roninmäki wird sehr, sehr still und friedlich. Fast einsam könnte man meinen.Dennoch gibt es ein paar verrückte Studenten die dieser Einsamkeit trotzen und gemeinsam Weihnachten in Finnland feiern. Dazu gehörten im Jahr 2006 auch wir.
Zusammen mit deutschen, holländischen, belgischen und französischen Studenten haben wir den Heiligen Abend verbracht.
Mit einem Christbaum, gutem Essen, Keksen und Geschenken für jeden, war es auf jeden Fall ein schöner Abend. Sogar einen Wein haben wir uns geleistet!
Rovaniemi, Lappland 20.-23.12.06
Nachdem wir unsere letzte Projektabgabe am Mittwoch dem 20.12. hatten, nahmen wir die Gelegenheit war und besuchten noch, die Hauptstadt Lapplands, Rovaniemi. Rovaniemi ist flächenmäßig gesehen die größte Stadt Europas, hat aber nur ca. 57.000 Einwohner. Da die Stadt im 2.Weltkrieg vollkommen zerstört wurde, gibt es auch keine alte, sehenswerte Gebäude mehr. Dennoch hat Rovaniemi touristisch gesehen einiges zu bieten. Die Hauptattraktionen sind:- Der Polarkreis
- Das Weihnachtsmann Dorf
- Das offizielle Weihnachtsmann-Postamt am Polarkreis
- Das Arktikum, das größte Polarforschungsinstitut
- und eigentlich Rentier- und Huskysafaries aber es hatte ja nicht genug Schnee
Die Schlafwaggons in Finnland sind auf jeden Fall sehr komfortabel nur eine Steckdose hat gefehlt. Dennoch ist es wesentlich angenehmer, am Morgen von der Schaffnerin geweckt zu werden, als die ganze Nacht im Halbschlaf zu verbringen.
Am Donnerstag, übrigens dem kürzesten Tag im Jahr, waren wir also am Polarkreis und genossen den strahlenden Sonnenschein!
Das linke Bild wurde um 10 aufgenommen, das Rechte Bild um 12:30... Die Sonne haben wir an diesem Tag leider nicht gesehen...
Dafür haben wir dann das "Santa Claus Village" am Polarkreis besucht.
Dafür haben wir dann das "Santa Claus Village" am Polarkreis besucht.
Die Temperaturen an diesem Tag waren auf jeden Fall dem Polarkreis überhaupt nicht würdig. Knapp unter Null und das Ende Dezember in Lappland...
Den Weihnachtsmann haben wir auch besucht und nachdem das offizielle Foto viel zu teuer ist, haben wir ihn einfach selber fotografiert.
Hier sieht man noch unsere Gastgeberin, Sandra aus Deutschland, und der nördlichste Mac Donalds der Welt.

Hier sieht man noch unsere Gastgeberin, Sandra aus Deutschland, und der nördlichste Mac Donalds der Welt.
Am zweiten Tag haben wir noch das Arcticum besichtigt und wieder einmal die Mittagssonne genossen. Das rechte Bild wurde um punkt 12:00 Mittags gemacht.
Auf dem Nachhauseweg hatten wir leider keinen Schlafwaggon mehr und mussten auch in Tampere in den Bus umsteigen. Trotzdem haben wir es gut nach Jyväskylä geschafft wo wir am 23.12. angekommen sind.
Auf dem Nachhauseweg hatten wir leider keinen Schlafwaggon mehr und mussten auch in Tampere in den Bus umsteigen. Trotzdem haben wir es gut nach Jyväskylä geschafft wo wir am 23.12. angekommen sind.
Finnischer Sauna-Abend 14.12.06
Die finnischen Studenten der "Papermachine-Technology" haben uns zu einem Sauna-Abend eingeladen. Das war natürlich eine Ehre für uns und somit auch ein Pflichttermin. Unter anderem waren auch ein paar Professoren von uns dabei.Jetzt sind wir schon fast 4Monate in Finnland und es war immer sehr schwierig, mit den finnischen Studenten in Kontakt zu kommen (ausgenommen die Gruppenarbeiten im Unterricht). Und jetzt, nach 4 Monaten, kurz bevor wir wieder zurückfliegen, tauen die Finnen auf! Beschleunigen kann man das übrigens, wie wir jetzt wissen, mit einer guten Sauna und genügend Bier!
Da kommen Talente zum Vorschein, Unglaublich! Auf einmal singen sie die Finnen, fangen an fließend Englisch zu sprechen und das beste war: Fast jeder 2. Finne in unserer Klasse spricht zumindest etwas Deutsch oder lernt es zumindest gerade!!!!! Das haben wir bis jetzt nicht mitbekommen. Hmmmm..... Hoffentlich haben sie nicht alles verstanden was wir so im Unterricht von uns gegeben haben... z.B: "Die spinnen die Finnnen!" ;-)
Es war auf jeden Fall ein absolut lässiger Abend, den wir noch in einem Nachtclub ausklingen lassen haben...
Als ob es nicht schon schön genug gewesen wäre, beim nachhause radeln habe ich noch Polarlichter entdeckt und natürlich zu hause angekommen, gleich unsere Informatiker informiert.
Wir sind dann noch um 4:00 am Morgen in den Wald zu einer Lichtung gewandert, um dem Lichtsmog der Stadt zu entfliehen und so die flackernden Nordlichter in ihrer ganzen Schönheit bewundern zu können.
Das war wirklich ein eindrucksvolles Erlebnis! Leider ist es mir nicht gelungen ein wirklich brauchbares Foto zu machen aber ich selbst werde dieses wunderbare Lichtspiel am Himmel wohl nie vergessen!
Sauna, Glühwein, Nikolaus und Unabhängigskeitstag 04.-06.12.06
Während im weihnachtlich gestimmten Vorarlberg der Nikolaus die Kinder beschenkt, wird irgendwo 2000km weiter nördlich, nahe der russischen Grenze, Krieg gespielt!Nein, so schlimm ist es auch wieder nicht, die Finnen feiern am 6.12. ihren Unabhängigkeitstag und da gehört natürlich eine große Militärparade auch dazu. Heuer war diese in Jyväskylä und wir haben sie uns nicht entgehen lassen.
Montag:
Zuerst aber zur Sauna: Am Montag haben ein paar Studenten eine große Sauna an einem See gemietet um noch ein letztes Mal Sauna für alle zu ermöglichen. Insgesamt also, um die 30 Studenten aus aller Welt am saunieren, grillen und plaudern...
Zuerst aber hatten wir bis in die finstere Nacht Vorlesungen (bis um 17:15) und mussten noch auf die Post und dringend einkaufen. Das Schicksal wollte wohl unseren Saunagang verhindern und es ist folgendes passiert:
- Zuerst ist meinem Hinterreifen beim nach Hause radeln die Luft ausgegangen
- Dann war natürlich der Akku vom Handy leer und wir konnten Tristan nicht informieren.
- Dann sind wir draufgekommen, dass wir unsere Töpfe (siehe unten) an der Uni vergessen haben
- Dann hat Gerald seine Lenkstange verbogen und den Zettel für ein Paket bei der Post verloren.
- Nachdem ich mein Fahrrad bei einem Fahrradhändler repariert hatte, sind wir einkaufen gefahren und danach ist natürlich noch Geralds Hinterreifen geplatzt.
Schnee hat es ja leider keinen mehr aber das Wasser war ausreichend kalt und die Sauna war ein tolles Erlebnis!
Dienstag:
Am Dienstag haben wir dann unseren Wein aus Tallinn zu Glühwein verwandelt. Von der Mensa an der Uni haben wir uns zwei große Töpfe ausgeliehen und im Supermarkt haben wir die nötigen Zutaten erworben. (Zitronen, Orangen, Zimt, Nelken, Sternanis und Rohrzucker)
Und das hat dann so ausgesehen:
Unsere Werbung war wohl etwas zu gut, darum sind ziemlich viele Leute gekommen und der Glühwein war in 40min leer...
Mittwoch:
Der Unabhängigkeitstag Finnlands! Mit der größten Militärparade Finnlands, heuer in Jyväskylä. Da sind wir natürlich hin als Spione aus Österreich.
Die Parade wurde jedoch von einem traurigen Ereignis überschattet. Ein 87 Jahre alter Veteran aus dem zweiten Weltkrieg beging Selbstmord indem er vor einen fahrenden Panzer gesprungen ist. Wir haben das erst im Nachhinein erfahren, da die Parade nur kurz unterbrochen wurde.....
Noch ein kleines Video:
Am Abend fand dann der traditionelle Fackellauf der Studenten, von der Universität zum Friedhof, statt. Dieser Fackellauf findet im Gedenken an die im Bürgerkrieg 1917 gefallenen Studenten und Soldaten statt.
IFME Forum 30.11.-2.12.06
Dieses Jahr hat das 1. IFME Forum an der Jyväskylän University of Applied Sciences stattgefunden. IFME steht für International Forum for Mechanical Engineering.Dieses haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und auch die Möglichkeit genutzt, die Abordnung der FH-Vorarlberg zu begrüßen.
vlnr: Gerald Hubmann, Tristan Jenny, Florian Hämmerle, Natasha Doshi, Johannes Steinschaden, Ulrich Göpfert.Manche Vorträge waren überaus interessant, manche weniger aber im großen und ganzen hat das Forum einen guten Eindruck gemacht. Das 2. IFME Forum wird übrigens 2007 an der FH-Vorarlberg stattfinden.

Zu sehen gab es auch mehrere Sachen, unter anderem ein Ralley-Auto, in das wir natürlich gleich unsere international Office Koordinatorin, Kristiina Lustig, gesetzt haben.
Und weil es so schön war, gibt es noch ein Video:
Tallinn 25.-26.11.06
Da das Wetter in Jyväskylä die letzten 3 Wochen unglaublich schlecht war, wir seitdem keine Sonne mehr gesehen haben und der ganze Schnee geschmolzen ist, haben wir uns dazu entschlossen nach Estland zu fahren.Weitere Gründe waren unter anderem, dass Tallinn nicht weit entfernt ist, wunderschön sein soll und weil wir unbedingt Wein für eine Glühweinparty brauchten. Doch das nur nebenbei...
Zu uns gesellten sich Bettina, eine deutsche Studentin, Rita, eine finnisch/spanische Studentin, Jukka, ein Finne und zu guter Letzt, Pablo, ein argentinischer Doktor der Mathematik. Eine bunt gemischte Truppe!
Mit dem 7:30 Zug fuhren wir nach Helsinki und von dort, mit einer Schnellfähre, über die baltische See nach Tallinn.
Im Vordergrund Bettina und Rita, dahinter Pablo, Ich und Gerald.Dort angekommen, suchten wir zuerst unsere Unterkunft, das City Guesthouse, und versorgten uns danach mit dem Nötigsten.
Am Nachmittag besuchten wir noch die Altstadt, der Hunger trieb uns jedoch bald in ein mittelalterliches Restaurant.


Nicht nur das Restaurant war mittelalterlich dekoriert, auch die Bedienung und die Speisen waren wie aus dem 14. Jhdt. Hat aber ausgezeichnet geschmeckt!
Natürlich haben wir noch das Tallinner Nachtleben erkundet und unter anderem einen Formel 1 Ferrari aus der Nähe betrachtet. Die Verantwortlichen fanden unsere Festigkeitsüberprüfungen des Vorderspoilers jedoch gar nicht lustig und haben jede weitere, nähere Untersuchung sofort unterbunden....
Doch Bilder sagen mehr als tausend Worte:

Ein Ferrari!!_____________________________Interessant.....
Wie schon in St. Petersburg fanden wir auch in Tallin einen "Havanna Club".

Am Sonntag haben wir Tallinns Altstadt in ihrer ganzen Schönheit bewundert und den Weihnachtsmarkt besucht.
Nur kurzzeitig gab es einen Stimmungseinbruch, als wir per sms die Nachricht empfingen, dass unsere Überfahrt abgesagt wurde. Es wurde jedoch zur gleichen Zeit eine andere Fähre angeboten, deren Überfahrt dann allerdings 3,5h dauern sollte...
Nur kurzzeitig gab es einen Stimmungseinbruch, als wir per sms die Nachricht empfingen, dass unsere Überfahrt abgesagt wurde. Es wurde jedoch zur gleichen Zeit eine andere Fähre angeboten, deren Überfahrt dann allerdings 3,5h dauern sollte...
Zum Schluss noch ein Video von der Überfahrt mit der Schnellfähre:
Exkursion zu Valtra 16.11.06
Es gibt doch tatsächlich einen finnischen Traktoren-Hersteller. Wer hätte das gedacht! Und nicht nur irgendwelche Traktoren, nein Luxus-Maschinen nach Maß gefertigt!Auf jeden Fall bekamen wir die Möglichkeit dieses Werk zu besichtigen. Nur ungefähr 50km von Jyväskylä entfernt in Suolahti.
Eines der ersten Modelle:
Wahnsinn! Ein richtiger Traktor aus Finnland (Baujahr 55). Der Valmet 20!!!!!Ja natürlich hat sich auch in Finnland die Technik ein bisschen verändert und die heutigen Produkte sehen folgendermaßen aus:
Nicht schlecht.... zumindest für Finnen... ;-)
15.11.06 Tauwetter in Jyväskylä
Vor 2 Wochen noch hätte sich das keiner gedacht! Tauwetter in Jyväskylä! Na ja, 0° aber der Schnee ist feucht und klebrig. Das muss natürlich ausgenutzt werden! Natürlich indem man einen Schneemann baut!
Nach dem ersten Schneemann musste natürlich auch noch eine Schneefrau her... Gesagt getan, darf ich vorstellen: "Bianca"!
Der Name "Bianca" bedeutet so viel wie "die Weiße". (weiß=spanisch blanco und in italienisch bianco) Bianca wurde nach längerer Arbeit eine wahre Schönheit. Doch leider hat sie nicht lange gelebt, nach 2 Tagen wurde sie in der Nacht heimtückisch ermordet und zerstückelt.Derzeit sind wir noch auf der Suche nach den Tätern, die übrigens auch den zweiten Schneemann nicht verschont haben. Haupttatverdächtige sind derzeit ein paar, zur Tatzeit wahrscheinlich besoffene, Spanier.
Schnee und Kälte!
Dass wir uns wirklich in Finnland befinden, spüren wir hier im Moment eindeutig. Pünktlich zum 1.11. hat es kräftig geschneit und jetzt hat es je nach Windverwehungen bis zu 30cm Schnee...Das schöne daran: Man kann Winterwanderungen unternehmen. Das weniger tolle: Mit dem Schnee ist auch die Kälte gekommen. Man werfe einen Blick auf den heutigen Temperaturverlauf (Sonntag 5.11.06)
Quelle: www.fmi.fiBei näherem Betrachten, sieht das geschulte Auge, dass es die Quecksilbersäule heute gerade mal für ca. 2 Stunden über die -10° Marke geschafft hat!!!! Und das Anfangs November!
Trotzdem haben wir uns nicht abschrecken lassen und sind gestern und heute, um auch einmal wieder etwas Sonne zu spüren, zu einer Wanderung aufgebrochen. Nebenbei bemerkt: Die Sonne geht jetzt schon um 15:59 unter, da es aber so hügelig und bewaldet ist, verschwindet sie schon viel früher!!!! Und es wird noch besser werden...
Hier noch ein paar Schneebilder:
Gerald und ich haben heute sogar einen kleinen, zugefrorenen See, mitten im Wald, gefunden und siehe da: Das Eis ist bereits 10cm dick!!! Und über einen gefrorenen Frosch sind wir auch noch gestolpert...
Stockholm 30.10.-1.11.06
Ein Trip nach Stockholm gehört zu den Reiseklassikern hier in Finnland. Darum hat das Polytechnik auch einen Trip angeboten, allerdings in der Studienrichtung "International Buisness". Wir haben es etwas zu spät bemerkt und die Reise war schon vollgebucht.Dank der Hilfe eines finnischen Klassenkollegen haben wir jedoch am Freitag noch ein Vergünstigungsticket im Internet ersteigert und online eine Kabine für 4 Personen reserviert. In letzter Sekunde!!
Am Montag sind Tristan, Gerald, Ich und Bartek, ein polnischer Student, mit dem Zug nach Tikurilla gefahren, wo wir das ersteigerte Ticket abholten. Danach ging es weiter nach Helsinki und wir hatten noch genügend Zeit, um eine kleine Stadtbesichtigung zu machen.

Um ca. 16:00 versuchten wir unser Glück am Ticketschalter und siehe da: es funktionierte!! 7,50€ pro Person, von Helsinki nach Stockholm. Da kann man nichts mehr sagen!
Danach gingen wir an Bord und belegten unsere Kabine...
Etwas eng für vier Personen aber es ging. Sind ja nur 16h Überfahrt in einer Richtung...
Die Fähre legte ab und die Party legte los... Ein ganzes Deck nur für Unterhaltung. Ein Casino mit Live Tanzmusik und einer Bühne mit Auffürungen eine Disko und mehrere Bars. War ganz lustig. Außerdem gibt es auf der Fähre einen Supermarkt und ein Cafee und mehrere Restaurants. Sind ja auch bis zu 2500 Passagiere an Bord!
Am Dienstag Morgen um 10:00 erreichten wir Stockholm und begannen unsere Sightseeing Tour bei strömendem Regen, der auch im Laufe des Tages nicht wirklich endete.
Stockholm ist, trotz Regen, eine wunderschöne Stadt, mit einer noch schöneren Altstadt, vielen Kirchen, Statuen und natürlich dem Palast des Schwedischen Königshauses...



Am Ende des Tages waren wir alle durchnässt und doch recht froh, dass wir zurück auf die Fähre konnten.

Die Rückfahrt gestaltete sich etwas wilder als die Hinfahrt, da ein Sturm von Norwegen über Schweden und Finnland nach Deutschland zog. Dennoch glaube ich, dass wir nicht den vollen Sturm erwischt haben und wenn, dann nur von der richtigen Seite. Obwohl ab und zu das Schiff schon zimlich geschaukelt hat...
Am Mittwoch um 10:00 Morgens erreichten wir Helsinki und nahmen den nächsten Zug nach Jyväskylä, wo wir dann am Nachmittag auch ankamen.
Welche Überraschung: der Sturm hat uns etwas Schnee dagelassen...

Danach gingen wir an Bord und belegten unsere Kabine...
Etwas eng für vier Personen aber es ging. Sind ja nur 16h Überfahrt in einer Richtung...Die Fähre legte ab und die Party legte los... Ein ganzes Deck nur für Unterhaltung. Ein Casino mit Live Tanzmusik und einer Bühne mit Auffürungen eine Disko und mehrere Bars. War ganz lustig. Außerdem gibt es auf der Fähre einen Supermarkt und ein Cafee und mehrere Restaurants. Sind ja auch bis zu 2500 Passagiere an Bord!
Am Dienstag Morgen um 10:00 erreichten wir Stockholm und begannen unsere Sightseeing Tour bei strömendem Regen, der auch im Laufe des Tages nicht wirklich endete.
Stockholm ist, trotz Regen, eine wunderschöne Stadt, mit einer noch schöneren Altstadt, vielen Kirchen, Statuen und natürlich dem Palast des Schwedischen Königshauses...


Am Ende des Tages waren wir alle durchnässt und doch recht froh, dass wir zurück auf die Fähre konnten.

Die Rückfahrt gestaltete sich etwas wilder als die Hinfahrt, da ein Sturm von Norwegen über Schweden und Finnland nach Deutschland zog. Dennoch glaube ich, dass wir nicht den vollen Sturm erwischt haben und wenn, dann nur von der richtigen Seite. Obwohl ab und zu das Schiff schon zimlich geschaukelt hat...
Am Mittwoch um 10:00 Morgens erreichten wir Helsinki und nahmen den nächsten Zug nach Jyväskylä, wo wir dann am Nachmittag auch ankamen.
Welche Überraschung: der Sturm hat uns etwas Schnee dagelassen...

Lappland 17.-20.10.06
Unseren Mädels (Simone und Manuela aus Vorarlberg) war wohl ein bischen langweilig, auf jeden Fall hatten sie die gute Idee Tristan und mich zu ein paar Tagen Lapland zu überreden. Mitgegangen sind schlussendlich Andi Jung, Giggi, Tristan, Ich und die soeben erwähnten Mädels.

Mit zwei kleinen gemieteten Autos sind wir um 6:00 in der Früh losgerast, in Richtung Norden, nach Oulu. Nach einem Kaffee und einer Kirchenbesichtigung ging es weiter in Richtung Kusamo und dann nach Posio.
Finnische Landstraßen entlang.... Stundenlang nur Wald und gerade Straßen.
Und noch mehr Straßen. Manchmal sogar auf und ab und ab und zu an einem See vorbei...In Posio haben wir den Schlüssel für unsere Hütte abgeholt, die ca 30km enfernt im Wald lag. Der Weg dorthin war allerdings sehr abenteuerlich...
Zum Glück hatten unsere Autos finnische Winterreifen (haben wir uns extra montieren lassen). Und inzwischen wissen wir: In Finnland fährt man mit Spikes! Winterreifen ohne Spikes gibt es, glaub ich, gar nicht.Auf jeden Fall sind wir dann in unserem Cottage angekommen


Am Abend wurden wir mit einem wunderschönen Sonnenuntergang für die Anstrengungen der Reise belohnt.

Die Nächsten 2 Tage verbrachten wir mit Rutenfischen, Netzfischen, Sauna, Kochen, Wandern und Jassen. Hier ein paar Impressionen.








Trotz unserem unermüdlichen Einsatz auf dem Wasser und auf dem Land, haben wir leider nie einen Fisch gefangen... Dafür haben uns die Mädchen am Abend Tunfischspagetti gekocht!
Besucht haben wir auch den "Grand Canyon" Finnlands, eine der größten Senkungen Mitteleuropas. Dort war es allerdings saukalt, dafür hat es gefrorene Heidelbeeren gegeben!
Irgendwann hat dann auch der See begonnen zu zufrieren... Das einzig gute daran war, wir konnten uns im Eisschwimmen versuchen! KALT! Aber erfrischend...
Am 20. hieß es dann wieder, ab nach Hause, ins doch etwas wärmere Jyväskylä.
Die Heimfahrt:
St. Petersburg 11.-14.10.06
Russland wir kommen!!!Am 11.10.06 um 06:00 in der Früh war es endlich soweit. Die Reise, per Bus, nach St. Petersburg startete in Roninmäki. Unsere Gruppe: ca. 25 Wahnsinnige (= international students)
Zuerst gings per Bus, quer durch Finnland, in Richtung Heinola und danach zur Russischen Grenze. Zuerst mussten wir durch die finnische Grenze. D.h.: Alle aussteigen und einzeln durch die Passkontrolle. Danach gings durch das Grenzland, welches beeindruckend breit ist. Und dann ging es erst so richtig los...
Eine Schranke (von einem Russischen Soldaten per Hand bedient) und danach das Grenzgebäude. Hier stieg ein Russe in den Bus ein und alle hatten das Visum vorzuzeigen. Danach mussten wir wieder alle aus dem Bus aussteigen und zu einer Passkontrolle gehen. Dort warteten wir ca. 30min auf die Russin, die dan akribisch unsere Pässe kontrollierte und alle Daten aufnahm. Nach dieser eigentlichen Passkontrolle durften wir wieder in den Bus einsteigen. Natürlich stand an der Bustüre wieder ein Russe der jedes Visum kontrollierte. Dann hieß es: "Pässe bereit halten, es kann jederzeit eine erneute Kontrolle geben!"
Dem war aber nicht so und wir erreichten St. Petersburg am späten Nachmittag.
Unser Ziel war da Hotel "Sovetskaya".Am Abend gab es das obligatorische Abendessen und nach einer erfrischenden Dusche unter dem Wasser des Neva, ging es ab ins Zentrum; St. Petersburg unsicher machen!

(Das Wasser wurde auch nach längerem Laufenlassen nicht besser. Liegt anscheinend an den Rohren aus Sovietzeiten...)
Natürlich hat sich die Gruppe irgendwann in dieser Millionenstadt zerlaufen aber wie durch ein Wunder haben sich alle in einer ziemlich lustigen Bar wiedergefunden!
Am nächsten Tag stand eine Stadtrundfahrt mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf dem Programm:Die Aurora (das Kriegsschiff, dessen Kanonen die Oktoberrevolution eingeleitet haben)

Die Statue von Peter dem Großen

Die St. Isaac's Cathedral

Die Nicolo Cathedral

Die Michaelkovski Church

Die Petersburg

Und natürlich die Hermitage, russlands größtes Kunst-Museum mit über 3 Millionen Exponaten.

So das waren die wichtigsten.
Am Abend sind natürlich alle wieder in die Stadt und haben den "Russian way of live" erforscht. In einer amerikanischen Bar! (Money Honey)
Ja mit so einer scharfen Kontrolle hat Andi wohl nicht gerechnet!Die Heimfahrt gestaltet sich in St. Petersburg recht einfach: Es gibt genug Leute die sich etwas dazuverdienen wollen und abends in ihren alten Ladas durch die Stadt rasen, jederzeit bereit Passagiere mitzunehmen. Bevor man einsteigt, sollte man aber nicht vergessen den Preis zu verhandeln. (in Rubel natürlich!)
Auch am Tag haben wir uns so durch die Stadt bewegt...
Am nächten Tag besichtigten wir den Katherina Palast, etwas außerhalb des Stadtzentrums.

Wunderschön... Das berühmteste Zimmer ist wohl, das wiederaufgebaute Bernsteinzimmer.
Wirklich eindrucksvoll!Bei der Rückreise am Samstag machten wir einen Zwischenstop in Viborg, um noch Souveniers oder "Marken-Winterkleidung" einzukaufen.
Der Grenzübertritt gestaltete dich ähnlich wie bei der Einreise:
3 Kontrollen auf russischer Seite und eine Kontrolle auf der finnischen Seite.
Es war auf jeden Fall ein großartiges Erlebnis!Auf Wiedersehen Russland!!!!!
Besuch von Caroline 1.10.-8.10.06
Meine Maus hat mich für eine Woche hier oben im kalten Finnland besucht!Es war einen wunderschöne Woche! Leider hat das Wetter nicht mitgespielt, es war die ganze Woche neblig! Am Freitag sind wir nach Turku gefahren und am Samstag haben wir Helsinki unsicher gemacht. Am Sonntag ist sie dann leider schon wieder geflogen...
Exkursionen 13. und 22. September
Metso PaperDa wir uns hier im Land der Papiermaschinen befinden und beinahe jedes zweite Wort in unserem Unterricht "papermasine" bzw. auf finnisch "paperikone" lautet war ein Besuch bei der Firma Metso natürlich klar.
Metso ist anscheinend der Grund warum Jyväskylä überhaupt in seiner Form existiert und der Weltmarktführer im Bereich Papiertechnologie.
War ganz Interessant, die Papiermaschinen sind echt beeindruckend groß und schnell! (Das Papier kommt mit einer Geschwindigkeit von 2000m/min auf die Rolle)Fotos machen war leider verboten und auch nahezu unmöglich... Leider.
Vapo
Vapo ist eine Müllverarbeitungsfirma und warum wir diese Exkursion eigenlich gemacht haben weiß ich nicht aber lustig war es auf jeden Fall! Die Finnen haben ja noch genug Platz um den Müll zu lagern... Müllverbrennung kommt vielleicht in ferner Zukunft hat uns der Exkursionsleiter erklärt.
Wir sind auf jeden Fall mit einem Reisebus um die Müllberge gefahren, ab und zu hat er angehalten, dann haben wir ein Foto gemacht und er ist weiter gefahren.
Eine geführte Bustour um die Müllberge... Super!!
Kanutour 15.-16.September
Nachdem wir schon unsere Schlafsäcke dabei haben und wir uns im Land der 1000 Seen befinden, mussten wir das traumhaft schöne Wetter ausnutzen um eine Kanutour zu machen.Mit dabei waren: Gerald, Andreas J, Giggi, Andreas M, Kirsi (eine finnische Studentin) und Ich.
Tristan war leider krank und konnte so nicht mitkommen.
Wir starteten vollbepackt mit unseren Rädern und beluden zwei 3-Mann Kanus mit dem Gepäck.

Danach gings los mit den ersten Paddelversuchen meiner Crew...
Haben sie aber ausgezeichnet gemacht!
Gerald wagte sich an die Steuerposition des anderen Bootes und dann ging es los, quer über den Jyväsjärvi zum Äijälän Joki (Ein Kanal der die Seen Jyväsjärvi und Murtosälkä verbindet).
Nach ca. 2h gemütlichem Paddeln erreichten wir die Insel mit der Sauna, die wir uns als Ziel zum Übernachten ausgesucht hatten. Das ganze ist eine öffentliche Sauna, die für jedermann zugänglich ist. Daneben ist ein Grillplatz, ein Müllplatz, ein Unterstand mit Feuerholz und ein WC. Das alles natürlich mit Hinweisschildern versehen und alles in Finnisch. Zum Glück war Kirsi dabei, die uns die wichtigsten Texte übersetzt hat.
Um uns aufzuwärmen (es war saukalt im Schatten), machten wir Feuerholz für die Sauna und zum Grillen. Bügelsäge und Axt (sofern man diese als solche bezeichnen kann) waren zur allgemeinen Verwendung vorhanden und Stämme (ziemlich nass allerdings) waren auch genug da. Also los... .Nach einer Stunde war die Holzkiste der Sauna gefüllt.Da wir schon um 12:00 bei der Sauna angelangt sind, machten wir, nach einer Jause, noch eine Runde um die Insel und nach einem Bier auf zu einen Ausflug auf die große Nachbarinsel, auf der laut Karte ein Weg eingezeichnet ist, der zu einem kleinen See führt.
Ja einen Weg hat es dann leider nicht gegeben, zumindest am Anfang haben wir ihn nicht gefunden, dafür haben wir Bekanntschaft mit den "Hirvikärpenen" (wörtlich übersetzt Elchfliege) gemacht und diese hassen gelernt. Dieses Vieh ist etwa so groß wie eine gewöhnliche Stubenfliege, sieht aber aus wie eine flachgedrückte Spinne mit vier Beinen. Es fliegt daher, landet zum Beispiel in den Haaren und wenn es ihm gefällt, lässt es die Flügel fallen und verkriecht sich in den Haaren, wo es dann auch Blut zu saugen beginnen kann. Grausig!!!! Auch die Finnen hassen dieses Ungeziefer, bis vor 10 Jahren hat es es hier gar nicht gegeben, jetzt sind die Winter anscheinend nicht mehr kalt genug und das Vieh breitet sich aus...Auf jeden Fall haben wir nach ca. 1h einen Weg gefunden und nach einer weiteren halben Stunde den See erreicht. Malerisch schön.
Und hier nochmal die teilnehmenden "Findianer". (Andi macht das Foto)
Danach gings zurück zur "Saunainsel", Grillen und Sauna einheizen...
Inzwischen waren aber auch 20 Finninnen mit einem großen "Wickingerboot" auf der Insel angelang und begannen die Sauna zu heizen. Gegen den Abend hin wurden es immer mehr Leute die mit einem Boot an der Insel anlegten und vorhatten, zu saunieren. Nachdem die 20 Finninnen wieder abzogen (das Holz war zu feucht um ein gutes Feuer zu machen) und wir die einzige große Gruppe waren und vorhatten in der Sauna zu übernachen, ließen wir alle Finnen vor uns in die Sauna.Auf jeden Fall wurde es dann ziemlich spät bis wir an die Reihe kamen und siehe da,... Die Holzkiste war schon fast leer!
Aber dann gings los mit der ersten richtigen finnischen Saunaerfahrung!
War auf jeden Fall ein Erlebnis! Und noch etwas: Die Holzbeheizte Sauna ist viel angenehmer als die Elektrische!Nach ca. 2h Saunieren und meheren Bädern im 15° kalten See wurde noch ein bisschen am Lagerfeuer gefeiert und dann das Nachtlager in der Sauna, der Umkleide und dem Gang aufgeschlagen.
Am nächsten Morgen gabs noch Kaffee und die restlichen Würstchen, so gegen 2 hieß es dann, ab nach Hause. Diesmal aber einen anderen Weg, eine etwas längere Route, auf der wir dann ca. 2,5h nur Gegenwind hatten. Teilweise richtig starken! Das war anstrengend. Schlussendlich sind aber alle gesund und munter wieder angekommen!
War ein toles Erlebnis!!!Hier noch zwei Videos:
Partey
Ja Party... eingentlich nichts besonderes, da jeden Tag irgendwo eine Party stattfindet. Das auch deshalb weil in Jyväskylä (80.000 Einwohner) ca. 40.000 Studenten leben. Unser Wohnheim liegt etwas außerhalb der Stadt (4km vom Zentrum) in Roninmäki.
Das Bild zeigt die einzelnen Gebäude der Wohnsiedlung Roninmäki. Wir leben zusammen mit 60 anderen wahnsinnigen Studenten im Gebäude M. Auch die anderen Gebäude sind voller Franzosen, Chinesen, Deutschen, Finnen,Russen, usw... (um einmal die am meisten vertretenen Nationalitäten zu nennen)
Ca. 500m weiter ist die nächste Studentensiedlung. Insgesamt leben in diesem Stadtteil an die 2.500 Studenten.
Ja und darum: Party!
Samstags war die "First Floor Party" in Building M.
Das bedeutet; der Gang und die Zimmer der armen, die im 1.Stock leben voller Leute und Bier. Zum Glück sind wir im 5.Stock.
Bilder folgen noch...
8. September: Finish Culture day
Am Mittag ging es los. Busfahrt nach Survon Korpela (Auf der anderen Seite des Sees Jyväsjärvy) und ein Spaziergang zu einem 100 jahre alten finnischen Blockhaus.
Hoffentlich ist so ein großer Kachelofen im Winter nicht wirklich nötig... ich sehe kalt!
Dann startete das Programm mit einem finnischen Lied. Saukompliziert finnisch zu singen, wenn man kein finnisch kann und den Text nicht kennt. Aber ein bisschen hats dann doch geklappt.
Als nächstes erklärte man uns wie man "Pulla" bäckt und es durfte sich jeder im zopfen versuchen.
Am meisten Spaß hat jedoch die finnische Tanzstunde gemacht, von der gibt es aber leider (aus welchen Gründen auch immer) keine Fotos.Begleitet wurden wir übrigens die ganze Zeit von 2 finnischen Studentinnen (Tutorinnen unserer Uni)
Jo dann gabs noch ein typisch finnisches Spielchen (hab den Namen vergessen) und zu guter Letzt die vorher gezopfte Pulla mit Kaffee und Tee...
Resumee: Absolut lässig, zum Glück sind wir da hingegangen...
4.September "Schulbeginn"
Unser erster wichtiger Termin:08:15 auf der Uni.
Natürlich hat es an diesem Tag zum ersten Mal geregnet und wir sind schon nass in der Uni erschienen. Zuerst gab es noch Gratis Kaffe und Kuchen und Smalltalk mit den Professoren, alsbald ging es aber richtig zur Sache und wir bekamen unsere Usernamen und Studentennummern. Ab in den Computerpool und ausprobieren.
Danach sind wir weitere 5h in der Uni gesessen und haben uns gefragt was wir dort eigentlich machen. Kein Mensch hatte eine Ahnung, der Stundenplan war noch nicht fertig, wir waren noch nicht zu den Vorlesungen angemeldet und es herrschte das absolute Chaos. Irgendwann wurde es uns zu viel und wir verschwanden aus dem Getümmel mit der Absicht, am nächsten Morgen zu unserer Betreuerin (Kristiina Lustig, lustiger name nicht?) zu gehen und dort vielleicht etwas Neues zu erfahren. Die einzig wichtige Information dieses produktiven Tages erhielten wir von unserem Professor, Jakko Fonselius, der uns mitteilte: "tomorrow 8:15 lesson in room DP68".
Das war der Chaos Tag. Chaotisch nicht? Na ja, ist auch schwierig zu beschreiben.
Administratives am Anfang unseres Aufenthalts
KOAS WohnungWie die meisten Auslandsstudenten der "Jyvaskyla University of Applied Sciences" haben wir uns eine Wohnung in Roninmaeki besorgt. Hierbei wäre zu beachten, dass ihr eure Wohnungsschluessel von jemandem abholen lässt, falls ihr nach den KOAS Büro-Öffnungszeiten in Jyvaskyla eintrefft (ansonsten könnt ihr z.B. im Raatikellari übernachten bzw. übertrinken).
Also, sehr wichtig: das International Office kontaktieren, damit euch eine nette, hilfsbereite, blonde, langhaarige, hübsche, finnische Studentin am Bahnhof abholt und die Schlüssel mitbringt...
Nach der ersten Übernachtung soltet ihr euren Vertrag für die Wohnung unterschreiben.
Also mit dem Bus in die Stadt und bei einer anderen netten, hilfsbereiten, finnischen, blonden, langhaarigen Dame mit Zöpfen den Vertrag unterzeichnen...
Jyvaskyla University of Applied Sciences
Wenn ihr schon in der Stadt seit, könntet ihr euch auch bei eurer Betreuerin an der Schule melden...
Damit ihr euch nach diesem anstrengenden Morgen auch ordentlich stärken könnt, solltet ihr euch von eurer Betreuerin die "Blaue Karte" geben lassen. Keine Ahnung was da auf dieser Karte steht, aber nach Vorlage dieser, könnt ihr sehr preisgünstig (Euro 2,35) in der Kantine eine ausgiebige Mahlzeit geniessen.
Alle weiteren Papiere könnt ihr dann irgendwann mit eurer Betreuerin ausarbeiten...
Postamt
Beim Postamt müsst ihr euch (entgegen einiger anderer Aussagen) nicht melden, Briefe gelangen (unserer Erfahrung nach) auch ohne Registrierung in eure Wohnung...
Polizei
Eigentlich sollte man sich bei der Polizei melden wenn man mehr als drei Monate in Finnland bleibt (laut mancher Studenten). Dies hat aber absolut keine Priorität und wenn ihr unbedingt wollt, könnt ihr dies irgendwann im Verlauf des Semesters machen...
Wir werden auf jeden Fall austesten ob es wirklich nötig ist.
Ermässigungen Bus und Bahn
Für den Bus gibt es keine Ermäßigungen für Studenten.
Für die Bahn gibt es einen 50% Ausweis. Online Formular von eurer Betreuerin ausdrucken, stempeln und unterschreiben lassen, zum Bahnhof gehen, Wartenummer ziehen (dies ist in Finnland immer wichtig), am Schalter das Formular, ein Passfoto und 6 Euro rüberschieben, warten und schliesslich den Ausweis mitnehmen...
Gebrauchte Fahrräder
Bei der Touristeninformation nach den einschlägigen Händlern erkundigen, zum Händler gehen, Fahrrad aussuchen, probefahren, Preis runterhandeln, nochmals probefahren, ein zweites Fahrradschloss herausschinden, nochmals Preis herunterhandeln und das Fahrrad mitnehmen...
Ach ja, eure Fahrrder brauchen keine Lichter, die Polizei nimmt das nicht so genau und die Strassen sind überall beleuchtet...
1.Woche (Relaxation Week)
Eine "anstrengende" WocheNachdem wir wie von der Uni gewünscht vor dem 25.August angereist sind um an der "Orientation Week" teilnehmen zu können, wurden wir im International Office mit den Worten "don't hurry, take it easy, we will do this all on monday 4.september." begrüßt. Juhuu! Ein Monat Miete umsonst bezahlt und meine Freundin "wundert" sich warum ich so früh abgereist bin.
Daraufhin starteten wir unser eingenes "Orientation Program". Wichtige Punkte waren:
- Der 3 gehminuten entfernte Badesee, der natürlich ab jetzt jeden Tag benutzt wurde.

- Der 100m entfernte Beachvolleyballplatz

- Die Innenstadt von Jyväskylä
- Der Fahrradhändler aus dem Sudan, der uns, zu Spitzenpreisen von 70EUR, Renner mit bis zu 7 Gängen verkauft hat

- Das Nachtleben von Jyväskylä
- uvm....
Anreise am 23.August
Es ist endlich soweit!05:00 aufstehen und ab ins Auto nach München. Dort ins Flugzeug und in 2,5h nach Helsinki.
Vom Flughafen Helsinki dann mit dem Bus in ca. 35min zum Bahnhof.
Und dann der erste Einsatz unseres extra frisch besorgten Internationalen Studentenausweises: Auf unsere Frage nach einem günstigen Ticket für Studenten und dem stolzen vorweisen unseres Ausweises kam die Antwort des finnischen Schaltermenschen: "Only finish studentcard!!!!" und auf unsere Reklamation hin: "only finish card...... !NOW!!!" Na ja. Gruppenticket zu dritt und ab in den Pendolino nach Jyväskylä.
In Jyväskylä wurden wir von unserer Tutorin (Suvi) abgeholt und per Bus zum Wohnheim gefahren. (Roninmäki, Roninmäentie 6 M 20)
Wir sind jetzt also stolze Nutzer einer 3er WG mit Bad und Küche.


























